Rollenlager
Einreihige Baureihen:
DIN 5412
NU 10…, NU 2…, NU 3…, NU 4…, NU 22…, NU 23…
Ausführungen:
NU
N
NJ
NUP
NJ
mit Winkelring
Eigenschaften
Zylinderrollenlager sind zerlegbar. Hierdurch werden Ein-und Ausbau erleichtert. Beide Lagerringe können, falls erforderlich, fest gepasst werden. Zylinderrollenlager nehmen hohe Radialbelastungen auf und sind für hohe Drehzahlen geeignet. Durch die modifizierte Gestaltung der Berührungsflächen werden unter anderem schädliche Kantenspannungen verhindert. Zylinderrollenlager werden in verschiedenen Bauformen hergestellt, welche bei unterschiedlichen Anforderungen an die Lager zum Einsatz kommen.
Die Lager der Bauform NU haben zwei feste Borde am Außenring und einen Innenring ohne Borde. Bei der Bauform N hat der Innenring zwei feste Borde und der Außenring ist bordlos. Beide Bauformen lassen eine zwanglose Axialverschiebung zwischen den Ringen zu und können deshalb nur als Loslager eingesetzt werden. Einreihige Zylinderrollenlager werden am häufigsten in der Bauart NU verwendet.
Bei der Bauform NJ hat der Außenring zwei feste Borde und der Innenring einen festen Bord. Eine Führung der Welle in einer Axialrichtung ist deshalb möglich.
Zylinderrollenlager der Bauform NUP haben zwei feste Borde am Außenring, einen festen Bord am Innenring und eine lose Bordscheibe. Die Bauform NUP wird als Festlager eingebaut, da sie die axiale Führung der Welle in beiden Richtungen übernimmt.
Lager der Bauform NJ mit Winkelringen HJ können ebenfalls als Festlager verwendet werden.
Außer der Normalausführung werden zur Zeit die einreihigen Zylinderrollenlager 204 bis 216, 304 bis 316 und 2204 bis 2216 in den Bauarten NU und NJ auch in der verstärkten Ausführung "ET". Durch die Verwendung eines glasfaserverstärkten Polyamidkäfigs konnten größere Rollenabmessungen verwendet und damit die Tragfähigkeit wesentlich erhöht werden.
Eigenschaften
Pendelrollenlager haben zwei Rollenreihen, die in einer gemeinsamen hohlkugeligen Laufbahn im Außenring abrollen. Pendelrollenlager sind winkeleinstellbar und dadurch unempfindlich gegen Fluchtfehler. Sie nehmen außer hohen Radialkräften auch Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Pendelrollenlager werden mit zylindrischer Bohrung und mit kegeliger Bohrung geliefert. Die Lager der Reihen 240.. und 241.. mit kegeliger Bohrung haben einen Kegel 1:30 (Zusatzzeichen K30). Bei allen anderen Reihen mit kegeliger Bohrung ist der Kegel 1:12 (Zusatzzeichen K). Pendelrollenlager mit kegeliger Bohrung werden entweder direkt auf kegeligen Wellen oder mittels Spann- bzw. Abziehhülsen auf zylindrische Wellen montiert.
Pendelrollenlager werde je nach Größe in unterschiedlichen Ausführungen hergestellt. Durch die Verwendung eines glasfaserverstärkten Polyamidkäfigs konnten größere Rollenabmessungen verwendet werden und damit die Tragfähigkeit wesentlich erhöht werden.
Eigenschaften
Kegelrollenlager können neben Radialkräften auch Axialkräfte in einer Richtung aufnehmen. Die Belastungen werden von einem Ring zu dem anderen in einem Winkel, dem Druckwinkel, zur Lagerachse übertragen. Hervorgerufen durch den Druckwinkel entsteht in einem Kegelrollenlager, selbst bei reiner Radiallast, eine in axialer Richtung wirkende Kraft, welche durch eine entsprechende Gegenkraft ausgeglichen werden muss. Daher muss ein zweites Lager zur Gegenführung vorgesehen werden. Kegelrollenlager sind zerlegbar, deshalb können der Innenring mit Rollensatz und der Außenring getrennt eingebaut werden.
Verschiedene Kegelrollenlagertypen werden auch als in X-Anordnung zusammengepasste Lagerpaare mit vorgegebener Axialluft gefertigt.
Eigenschaften
Axial-Pendelrollenlager können sehr hohe Axialbelastungen aufnehmen, die in einem Winkel zur Lagerachse übertragen werden. Deshalb können Axial-Pendelrollenlager gleichzeitig auch Radialkräfte aufnehmen. Die Radialkraft darf jedoch nicht größer als 55% der Axialkraft sein.
Axial-Pendelrollenlager werden je nach Größe und Baureihe in zwei unterschiedlichen Ausführungen. Die Lager mit dem Nachsetzzeichen "H" haben eine erhöhte Tragfähigkeit.
Bei höheren Drehzahlen benötigen Axial-Pendelrollenlager eine Mindest-Axialbelastung.
